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30.10.2026
Kultur- und Begegnungsfest im Oberlinhaus Freudenstadt
Rund 400 Teilnehmende feierten am 23. Oktober 2026 kulturelle Vielfalt und die Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Musik, Tanz, internationale Spezialitäten und persönliche Begegnungen prägten das Kultur- und Begegnungsfest im Campus für Pflege Nordschwarzwald. Unter dem Motto „Vielfalt leben – Zukunft gestalten“ feierten Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Mitarbeitende und Gäste die offizielle Aufnahme des Oberlinhauses als 484. Schule Baden-Württembergs in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Freudenstadts Oberbürgermeister Adrian Sonder, der die Patenschaft übernommen hat, betonte die Bedeutung von Offenheit und gegenseitigem Respekt. Landeskoordinator Andreas Haiß begleitete die feierliche Aufnahme als 484. Schule Baden-Württembergs in das Netzwerk, für deren Bewerbung Lehrer Kristian Munk den Anstoß gegeben hatte.
Ein besonderes Symbol des Miteinanders war eine große Weltkugel aus Puzzleteilen, die Lernende unterschiedlicher Herkunft unter Anleitung der Kunstlehrerin Daphne Bochinger gestalteten und dabei ihre kulturellen Hintergründe und persönlichen Werte zum Ausdruck brachten. Für die musikalische Umrahmung sorgte Musiklehrer Richard Schmitt gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern.
Anschließend verwandelten sich die Räume des Campus in eine bunte Weltreise. Internationale Auszubildende präsentierten ihre Heimatländer mit traditioneller Kleidung, Bildern, Spezialitäten und Musik. Dass solche Begegnungen möglich werden, ist auch dem Engagement von Wolfgang Haug und seinen Partnern Quang Nguyễn in Vietnam und Raphael Francis in Indien zu verdanken, die seit Jahren Brücken zwischen den Ländern bauen. Oberbürgermeister Sonder nahm sich in allen Räumen viel Zeit für intensive Gespräche mit den Auszubildenden – ein Zeichen besonderer Wertschätzung. Schließlich wurde gemeinsam zu internationaler Musik getanzt.
Dabei wurde deutlich, dass Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen viele gemeinsame Werte teilen, etwa Respekt, Hilfsbereitschaft, Familie und Zusammenhalt. Zugleich werden diese Werte in verschiedenen Ländern unterschiedlich gelebt und gewichtet. Gerade diese Unterschiede bereichern und regen dazu an, sich der eigenen Werte bewusst zu werden und sie aus neuen Perspektiven zu betrachten.
Das Fest zeigte eindrucksvoll: Vielfalt verbindet – und eröffnet neue Sichtweisen auf andere und auf uns selbst.